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From Russia with Love, Herbstevent 2009

28.11.09 (03-Events)

Liebe Hornycooks, deren Familien, Verwandte und Bekannte, lieber Blog-Leser

Inmitten dieser grauen, verregneten Zeiten erreichten uns am späteren Nachmittag ein paar wenige Sonnenstrahlen zum letzten Tag im Oktober und gleichzeitig zum letzten Hornycooks Event im Jahre 2009. Nach dem russischen Begrüssungsbier konnten wir deshalb zum Auftakt der “Russian Night” unsere ganze Aufmerksamkeit im Freien (die Sibiren würden diese Temperaturen wahrscheinlich als sommerlich bezeichen) auf drei typisch russische Vodkas richten. Selbstverständlich begann jede Runde mit einem “Do dna”, “Wasche sdrowje” oder dergleichen und wurde beendet mit einer salzigen Gurke, geschälten Tomate oder einem Pilz - ganz so, wie das in Russland praktiziert wird - zumindest hat man uns dies so erzählt.

Ein Cook nach dem anderen begab sich in die Küche denn es galt so einiges vorzubereiten. Zwei gewaltig grosse Rehkeulen warteten auf den Einschub in den Backofen, die mit Mühe geöffneten Kaviardosen verlangten nach den hartgekochten Eiern, das Sorbeit wartete darauf, umgerührt und gekühlt zu werden und der Kuchen wollte gezupft werden, Teige wurden gerollt und ausgestochen und die Soljanka köchelte vor sich hin. So herrschte emsiges Treiben - anfangs begleitet von russischen Klängen, später dann aus anderen Kulturen, ab und zu unterbrochen vom Türklingeln skurril verkleideter und nach “Zältli” verlangender Kinder, die “Trick or Treat” oder so was ähnliches sagten - denn es war auch noch Halloween.

Die Speisen gelangen alle trotz zickigem Backofen und ich habe gelernt, dass die russische Küche äusserst nahrhaft ist, denn jeder Gäng hätte wohl eine Hauptspeise sein können. Der önologische Teil war bewusst experimentell gestaltet, denn die Weine aus Georgien und dem Kaukasus waren zwar authentisch (”Spruch des Abends”),  aber blind gekauft und im Abgang sehr beeindruckend - dermassen beeindruckend, dass sie ihren eigenen Abgang im Abfluss fanden und nach anfänglichem Zögern ersetzt wurden.

Alles in allem war die Russian Night aus meiner Sicht ein gelungener, spannender Abend. In diesem Sinne: Wypjem za ljubow!

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